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Presse

Advent ist mehr als Glühwein und Licht

Propst Höfel erinnert beim gemütlichen Nachmittag des Sozialverbandes Bad Harzburg an den Sinn der Weihnacht.

  Die Frage warum mittlerweile gefühlt immer mehr Weihnachtsfeiern oder Märkte nicht mehr Weihnachtsfeiern oder Märkte heißen dürfen, sondern als Jahres Jahresabschlussfeste oder Wintermärkte daherkommen, hat in dieser Adventssaison eine gewisse Popularität bekommen. Auch bei der "weihnachtlichen Jahresabschlussfeier" des Bad Harzburger Ortsverbandes spielte sie eine große Rolle und wurde sogar von Propst Höfel aufgegriffen. Aber egal unter welchem Namen: vorweihnachtlich war der Nachmittag allemal.

Es wird langsam heller   

  Beim Sozialverband hat die Sache mit dem Namen schlichtweg einen steuerliche Gründe. Deshalb heißen die Nachmittage schon seit mehreren Jahren Jahresabschlussveranstaltungen und haben, so auch in Bad Harzburg, durchaus auch informativen Charakter. Denn das ist auch der Hauptzweck des Sozialverbandes, er sieht sich nicht (nur) als Club der kaffeetrinkenden Senioren.

  Und im Grunde genommen ist die Namensgebung so falsch nicht. "Weihnachten feiern wir, wenn es wirklich Weihnachten ist", überbrachte Propst Jens Höfel seine "Grüße im Advent". Erst Heiligabend gehe die Adventszeit zu Ende und am nächsten Morgen sei Weihnachten. Momentan ist also Advent. Oder Vorweihnachtszeit.  Und die sei mittlerweile eine feuchtfröhliche Angelegenheit mit Glühwein und vielen Lichtern. Dabei sollte man sich eigentlich ab und an darauf besinnen, dass es bis Weihnachten erst langsam hell werde, das sehe man ja an den Adventskränzen. "Jesus kommt, alles wird gut....", zitierte Höfel den Kabarettisten Hans-Dieter Hüsch. Und er bat darum, in der Adventszeit nicht nur an sich selbstzu denken, sondern auch an andere - indem man zum Beispiel das Projekt "Tafel" unterstützt, das von der evangelischen und die katholischen Kirchen der Stadt gemeinsam auf die Beine gestellt haben. "Es geht um die Menschen" nahm Höfels katholischer Kollege Diakon Eugen Griesmayr den Ball auf. Und er legte den rund 90 Besuchern der Adventsfeier ein Projekt ans Herz, das allerdings nicht anderen, sondern einem selbst zugute kommt - so man denn alleine ist. Denn das sei Heiligabend der schwierigste Tag. Deshalblud Griesmayr alle ins Weihnachtszimmer in der St.-Gregor-Gemeinde Bündheim ein. 

  Eher den weltlichen Dingen wandte sich Bürgermeister Ralf Abrahms zu, er blickte auf ein für Bad Harzburg turbulentes Jahr mit Bränden und Unwettern zurück, aber auch mit positiven Entwicklungen wie Bauprojekten und sliden städtischen Finanzen. Auch steigende Einwohnerzahlen - und das könne auch Vereinen wie dem Sozialverband helfen.

  Solche Aussichten sind natürlich auch für den Bad Harzburger Ortsverband schön, aber noch ist deren Not nicht allzu groß. Der Saal des Wichernhauses war jedenfalls gut gefüllt, Vorsitzender Günter Rauer hatte keinen Grund zur Klage. und so war die Stimmung freundlich besinnlich, man erfreute sich an den Darbietungen der "Wilden Gören", dem Kinderchor um Gordana Prade.

Projekt für Kinder

  Aber man dachte ganz im Sinne des Advents und des Sozialverbandes auch an andere. Rauer machte auf ein Projekt aufmerksam, das der SoVD landesweit anschiebt und das der Bad Harzburger Ortsverband zusammen mit dem lokalen Roten Kreuz realisiert: " Fünf Mal "W" kann Leben retten". Im Rahmen des Ferienpasses sollen Kinder geschult werden, wie man einen korrekten Notruf absetzt und was man tun kann beziehungsweise muss, wenn Oma oder Opa (oder Papa oder Mama oder, oder) einmal in Not geraten.

 

Zu unser weihnachtlichen Jahresabschlussveranstaltung am 13.12.2017 kamen 90 Personen.

Der Kinderchor die "Wilden Gören"

Jahreshauptversammlung 21.03.2018

Schulung durch das Rote Kreuz. "Was tun wenn Oma sich verletzt hat".